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Best Practices – Sprint Retrospektive

Die Sprint Retrospektive dient dazu, Zusammenarbeit, Arbeitsweise und Prozesse regelmäßig zu verbessern. Hier reflektiert das Scrum Team den letzten Sprint und plant konkrete Anpassungen für den nächsten.

Zweck der Retrospektive

  • Teamarbeit verbessern:
    Sichtbar machen, was gut lief und was das Team ausgebremst hat.

  • Lernen & Anpassen:
    Maßnahmen ableiten, um Zusammenarbeit, Technik und Kommunikation weiterzuentwickeln.

  • Kontinuierliche Verbesserung:
    Das Prinzip Inspect & Adapt leben und eine Kultur der offenen, konstruktiven Rückmeldung fördern.

Typische Leitfragen

  • Was hat im letzten Sprint gut funktioniert?
  • Was hat uns behindert oder könnte besser laufen?
  • Welche konkreten Änderungen wollen wir im nächsten Sprint ausprobieren?

Teilnehmer

  • Ganzes Scrum Team:
  • Product Owner
  • Scrum Master
  • Developers

Der Scrum Master moderiert und achtet auf einen sicheren Rahmen.

Rahmenbedingungen

  • Regelmäßig:
    Am Ende jedes Sprints, nicht ausfallen lassen.

  • Sicherer Raum:
    „Was hier besprochen wird, bleibt im Team.“
    Fokus auf Verhalten und Prozesse, nicht auf Personen.

  • Klare Timebox:

  • Typisch 60–90 Minuten bei 2-Wochen-Sprints.
  • Längere Sprints → längere Timebox möglich.

Ablauf der Retro

1. Check-in / Warm-up (5–10 Minuten)

Ziel: Alle ankommen lassen und ins Gespräch bringen.

Beispiele:

  • Stimmungsbarometer: „Wie fühlst du dich nach diesem Sprint auf einer Skala von 1–5?“
  • Einwort-Check-in: „Mit welchem Wort beschreibst du diesen Sprint?“

2. Daten sammeln (10–20 Minuten)

Ziel: Beobachtungen und Fakten zusammengetragen.

Mögliche Methoden:

  • Brainstorming auf Karten / digitalem Board
  • Liste „Was lief gut / Was war schwierig“
  • Timeline des Sprints mit Ereignissen

3. Themen vertiefen (15–20 Minuten)

Ziel: Die wichtigsten Themen auswählen und Ursachen verstehen.

  • Gemeinsames Priorisieren, z. B. mit Dot-Voting.
  • Ursachenanalyse, z. B. mit den „5 Whys“.

4. Maßnahmen ableiten (15–20 Minuten)

Ziel: Konkrete Verbesserungen für den nächsten Sprint definieren.

  • Maßnahmen nach SMART-Kriterien formulieren:
  • Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Relevant, Terminiert.
  • Maximal 1–2 größere Verbesserungen auswählen.

Beispiel:

  • „Wir führen ein gemeinsames Daily-Board für Team A/B ein und testen das im nächsten Sprint.“

5. Abschluss / Check-out (ca. 5 Minuten)

  • Kurzes Feedback zur Retro selbst („Was war hilfreich? Was ändern wir nächstes Mal?“).
  • One-Word-Closing oder kurze Abschlussrunde.

Erfolgsfaktoren

  • Gute Moderation:
    Scrum Master führt durch den Ablauf, ohne Inhalte zu dominieren.

  • Methoden variieren:
    Unterschiedliche Retro-Formate nutzen, damit das Meeting lebendig bleibt.

  • Kleine Schritte statt Riesenpläne:
    Wenige, dafür umsetzbare Maßnahmen.

  • Nachverfolgung:
    Vereinbarte Maßnahmen im nächsten Sprint sichtbar machen und deren Wirkung bewusst überprüfen.