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Best Practices – Sprint Planning

Dieses Dokument beschreibt, wie ein Sprint Planning effizient vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet wird. Es richtet sich an Scrum Master, Product Owner und Entwicklungsteams.

Vorbereitung – Der Schlüssel zum Erfolg

  • Klares Ziel definieren:
    Am Ende des Meetings soll klar sein, welches Sprint Goal angestrebt wird und welche Items im Sprint Backlog landen.

  • Agenda vorab versenden:
    Tagesordnung, Dauer und erwartete Ergebnisse rechtzeitig an alle Teilnehmenden schicken.

  • Rollenbezogene Vorbereitung:

  • Product Owner:
    • Priorisierte Liste der Backlog Items vorbereiten.
    • Übergeordneten Wert und ein mögliches Sprint Goal skizzieren.
  • Entwicklungsteam:
    • Relevante Items im Vorfeld lesen.
    • Unklarheiten notieren.
    • Grobe technische Ansätze und erste Schätzideen überlegen.
  • Scrum Master:

    • Rahmenbedingungen klären (Agenda, Timebox, Raum/Tooling).
    • Sicherstellen, dass das Team die Definition of Ready kennt.
    • Typische Do’s & Don’ts für fokussierte Meetings auffrischen.
    • Typische Hindernisse (z. B. fehlende Zugriffe, Technikprobleme) früh minimieren.
  • Daten & Fakten sammeln:

  • Kapazität für den Sprint (Urlaub, Krankheit, Schulungen, Sonderaufgaben).
  • Historische Velocity als grobe Orientierung, nicht als Zielvorgabe.
  • Abhängigkeiten zu anderen Teams oder Systemen und bekannte Risiken.

Durchführung – Fokus und Moderation

  • Timebox einhalten:
    An der vereinbarten Dauer festhalten (z. B. max. 8 Stunden bei 4-Wochen-Sprints, entsprechend kürzer bei kürzeren Sprints).

  • Fokus halten:

  • Strenge Moderation.
  • Detaildiskussionen, die nicht entscheidend sind, in eine Parking Lot Liste verschieben.

  • Transparenz über Kapazität:
    Verfügbarkeiten, Feiertage, Sonderaufgaben und Support-Themen offen ansprechen.

Vom Groben ins Detail

  1. Sprint Goal zuerst klären:
    Das Team formuliert gemeinsam ein verständliches und realistisches Sprintziel.

  2. Priorisierte Items besprechen:

  3. Product Owner erklärt den geschäftlichen Nutzen („Warum?“).
  4. Team diskutiert und schätzt den Aufwand („Wie groß?“).

  5. Definition of Ready anwenden:
    Nur Stories einplanen, die:

  6. ausreichend beschrieben sind,
  7. klare Akzeptanzkriterien haben,
  8. keine ungeklärten Abhängigkeiten enthalten.

  9. Gemeinsam schätzen und committen:

  10. Aufwandsschätzungen z. B. mit Planning Poker.
  11. Das Team commitet sich selbstorganisiert auf eine realistische Menge an Arbeit, um das Sprint Goal zu erreichen.

Ergebnis – Verbindlichkeit und Sichtbarkeit

  • Klares Commitment:
    Das Team einigt sich verbindlich auf die Stories, mit denen das Sprint Goal erreicht werden soll.

  • Sprint Backlog dokumentieren:

  • Alle ausgewählten Items und wichtige Annahmen im Tool (z. B. Jira, Azure DevOps) festhalten.
  • Optional: zusätzliche Tasks für technische Tätigkeiten ergänzen.

  • Ergebnisse sichtbar machen:

  • Sprint Goal und geplante Items z. B. auf einem Board im Teamraum oder auf einem digitalen Whiteboard (Miro, Mural etc.) visualisieren.

Nachbereitung – Kontinuierliche Verbesserung

  • Parking Lot abarbeiten:
  • Offene Punkte mit Verantwortlichen und Zieltermin versehen.
  • Abhängigkeiten und Risiken im Blick behalten.

  • Mini-Retro zum Planning:

  • Kurz fragen: Was war an dieser Planung hilfreich? Was sollten wir anpassen?
  • 1–2 konkrete Verbesserungen für das nächste Planning notieren.

Ziel: Wiederkehrend ähnliche, gut vorbereitete Planungsmeetings, in denen das Team mit Klarheit und Commitment in den Sprint startet.